Mit Felicitas und Jannick in Bonaire & Curaçao und weiter nach Santa Marta, Kolumbien

Und so sitzen wir jetzt hier in der Marina Santa Marta und schwitzen, da es hier momentan ziemlich windstill ist. Bald soll es allerdings mehr blasen, wir warten (nur leicht an-) gespannt, was Hurricane Matthew so für uns mit sich bringt.

Nachdem wir letzten Sonntag morgen die Prognose 80% Wahrscheinlichkeit eines Tropischen Sturmes/Hurricans über Curacao auf unseren Wetterberichten entdeckt haben, beschliessen wir kurzerhand Curacao viel schneller als geplant wieder zu verlassen und weiter nach Kolumbien zu ziehen.

Aber erstmal wieder von Anfang an, was ist denn in der Zwischenzeit so alles passiert?

unser Tauchlehrer Matt bringt uns viel neues bei
unser Tauchlehrer Matt bringt uns viel neues bei

Die letzten paar Tage vor unserem Besuch machen Reto und ich noch einen Advanced Open Water Tauchkurs mit Matt vom Gooodive, und wir lernen sehr viel von ihm und haben sehr viel Spass.

Jannick's erster Eindruck von Bonaire unter Wasser.
Jannick’s erster Eindruck von Bonaire unter Wasser.
Felicitas geniesst zunächst noch mit dem Kopf über Wasser
Felicitas geniesst zunächst noch mit dem Kopf über Wasser
Felicitas geht mit Reto Schnorcheln
…und hat aber dann auch Freude am Schnorcheln
bei der Happy Hour beim Karel's - gerade ging vor uns die Sonne unter, jetzt geht hinter uns der Mond auf!
bei der Happy Hour beim Karel’s – gerade ging vor uns die Sonne unter, jetzt geht hinter uns der Mond auf!
Jannick's Lieblingskneipe auf Bonaire heisst "Burgers and Beers"...
Jannick’s Lieblingskneipe auf Bonaire heisst „Burgers and Beers“…

Dann kommen Jannick und Felicitas und wir freuen uns, ihnen Bonaire zu zeigen, als erstes natürlich der Sprung ins Wasser vom Boot aus ;-)… und die Dokumentation mit der mitgebrachten GoPro macht uns allen viel Spass.

Da auch Jannick zunächst seinen Open Water Tauchkurs macht, bestehen die ersten paar Tage aus Tauchtheorie und den ersten Tauchkursen, bis wir dann gegen Ende der Woche zusammen ein paar Mal vom Schiff aus Tauchen gehen.

Inselrundfahrt die zweite

wieder einmal im Nationalpark, hier am Blowhole
wieder einmal im Nationalpark, hier am Blowhole
die Kakteen hier wachsen wirklich überall...
die Kakteen hier wachsen wirklich überall…
während wir schön im Schatten sitzen geht Reto Schnorcheln
während wir schön im Schatten sitzen geht Reto Schnorcheln
Flamingos, so nah wie noch nie!!!
Flamingos, so nah wie noch nie!!!
Endlich, beim Chillen in der Strandbar
Endlich, beim Chillen in der Strandbar
Windsurftalent muss früh gefördert werden...
Windsurftalent muss früh gefördert werden…

Dann machen wir die obligatorische Inselrundfahrt: wir besuchen den Nationalpark,

die Cadushy Distillerie in Rincon,

machen ein Päuschen am Strand vom Lac Bai und besuchen den Süden der Insel.

Tauchhighlights Salt Pier, Hilma Hooker und Ostrakoden

die Säulen vom Salt Pier - den Fischen gefällts und uns auch ;-)
die Säulen vom Salt Pier – den Fischen gefällts und uns auch 😉
Fotopose unter Wasser - anstatt Lächeln ist besser einatmen, nur wie timed man das?
Fotopose unter Wasser – anstatt Lächeln ist besser einatmen, nur wie timed man das?
auch die Korallen wachsen gerne an den Säulen
auch die Korallen wachsen gerne an den Säulen
da ist doch was verkehrt ?.
da ist doch was verkehrt ?.
Unterwasser Eindrücke
Unterwasser Eindrücke
Wer erkennt den Skorpionfisch?
Wer erkennt den Skorpionfisch?
Nicht erkannt? Hier ist noch eine Chance..
Nicht erkannt? Hier ist noch eine Chance..
die Hilma Hooker liegt verkehrt herum..
die Hilma Hooker liegt verkehrt herum..
und bietet den Tauchern ein gute Abwechslung ;-)
und bietet den Tauchern ein gute Abwechslung 😉

Als weitere Tauch- Highlights besuchen wir noch Angel City, ein “Doppelriff”,

den Salt Pier (die Anlegestelle für die Salztransportschiffe) und die Hilma Hooker, ein Wrack aus den 80er Jahren.

Als unseren letzten Tauchgang auf Bonaire gehen wir noch einmal mit Gabrielle und Thomas von der Maselle zum nächtlichen “Ostrakoden-tauchen” und wieder haben wir Glück und sehen tausende dieser abwechselnd leuchtenden Christbaumkettchen.

Leider hat selbst die GoPro diese nächtlichen Eindrücke nicht wirklich erfassen können…

Willemstad, Curaçao

Wechsel der Fahnen, jetzt wird die selbstgenähnte Curacçao- Fahne gehisst
Wechsel der Fahnen, jetzt wird die selbstgenähnte Curacçao- Fahne gehisst
die Queen Emma Brücke wird direkt vor uns geöffnet
die Queen Emma Brücke wird direkt vor uns geöffnet…

Dann geht es weiter nach Curaçao, wo wir uns aus Zeitgründen entschliessen in die stadtnahe Marina zu gehen, denn es bleiben uns noch 2 Tage bevor unsere Gäste wieder auf den Flieger müssen.

die Queen Emma Bridge wird extra für uns geöffnet und schliesst direkt wieder hinter uns...
…und schliesst direkt wieder hinter uns…
...und dann gehts noch unter der Autobahnbrücke durch...
…und dann gehts noch unter der Autobahnbrücke durch…

Schon die Einfahrt in die Bucht hinter Willemstad ist sehr eindrücklich, denn die erste Brücke, die Queen Emma Bridge wird extra für uns geöffnet. Gerade hatten wir noch ca. einen Meter hohe Wellen, danach 50 Meter bis zur Brücke und schwuppsdi, geht die Brücke schon auf und wir fahren durch (gut, ich musste natürlich schon vorher über den Funk anfragen…).

Ich fotografiere wie wild vom Schiff runter und die ganzen Touristen rundrum fotografieren wie wild uns, wie wir da durch fahren.
Als nächstes ist noch die hohe Brücke von der Stadtautobahn, hier kann ich nicht mehr viel staunen, den die Fender und Festmacher müssen parat gemacht werden…

Einklariermarathon in Willemstad

auf dem Weg in die Stadt, die erste bunte Häuserkolonie...
auf dem Weg in die Stadt, die erste bunte Häuserkolonie…
die Brücke hat es uns angetan - wir beobachten wie sie für andere (grössere) geöffnet wird...
die Brücke hat es uns angetan – wir beobachten wie sie für andere (grössere) geöffnet wird…
...und dann bleibt sie offen und der Fährbetrieb für die Fussgänger wird gestartet...
…und dann bleibt sie offen und der Fährbetrieb für die Fussgänger wird gestartet…
kaum zu glauben: neben diesem künstlichen Hotel - Pool geht einen Meter weiter unten erst das richtige Ufer los
kaum zu glauben: neben diesem künstlichen Hotel – Pool geht einen Meter weiter unten erst das richtige Ufer los
obligatorische Turistenfotos auf der Brücke - die Häuser sind einfach zu schön bunt ;-)
obligatorische Turistenfotos auf der Brücke – die Häuser sind einfach zu schön bunt 😉
der Obst und Gemüse- Markt der Venezulanischen Boote - Jannick meint nur, "blöd, verkaufen die alle das gleiche direkt nebeneinander..."
der Obst und Gemüse- Markt der Venezulanischen Boote – Jannick meint nur, „blöd, verkaufen die alle das gleiche direkt nebeneinander…“
auch in Curaçao scheint das Motorrad ein wichtiges Statussymbol zu sein
auch in Curaçao scheint das Motorrad ein wichtiges Statussymbol zu sein
schöne Regierungsgebäude auf dem langen Fussmarsch zurück in die Marina
schöne Regierungsgebäude auf dem langen Fussmarsch zurück in die Marina

Am nächsten Morgen kombinieren wir den Einklarier- Marathon mit einem ausführlichen Stadtbesuch, gute Idee hier gute Schuhe anzuziehen….

Wir laufen zu Fuss von der Marina bis in das Zentrum, dann ein gutes Stück vom Zoll bis zum Immigration und natürlich ist es exakt 11.45, als wir bei der dritten Behörde wegen der Ankererlaubnis anfragen und dort bereits Mittagszeit…

Am nächsten Tag brauchen wir zwei Anläufe um diese Ankererlaubnis zu erstehen, die wir ironischerweise durch unseren “überraschenden” Aufbruch am Schluss gar nicht benötigt haben…

Zum Zoll müssen wir dann auch nochmal zurück, da der Beamte am morgen wahrscheinlich vergessen hatte den “Speichern” Knopf zu drücken und so die Daten von unserer Einreise nach Grenada im März ausgedruckt hatte…

Immerhin waren die Beamten alle sehr freundlich und wir haben so schon ganz schön was vom Städtchen gesehen.

Sights, Strand und Hurricane Matthew

Für alle ein Highlight wiederum die Queen Emma Bridge, wir beobachten beim kühlen Getränk im Schatten sitzend, wie sie auf und zu geht und der ein oder andere schwere Frachter mit Hilfe von bis zu 3 Pilotbooten hindurch manövriert wird.

chilliges Zmittag im Strandrestaurant...
chilliges Zmittag im Strandrestaurant…
...nicht ganz, die Leguane halten uns wachsam...
…nicht ganz, die Leguane halten uns wachsam…
Hier einer der älteren Exemplare, es scheint im Alter werden sie bunter ?
Hier einer der älteren Exemplare, es scheint im Alter werden sie bunter ?
Strandblick in Kokomo Beach
Strandblick in Kokomo Beach
Wir geniessen die letzten Sonnenstrahlen
Wir geniessen die letzten Sonnenstrahlen

Zum Abschluss legen wir noch einen Strandtag ein und fahren zum Kokomo Beach zum relaxen, chillen und baden.
Na ja, beim Zmittag sind wir nicht alle immer ganz entspannt, denn bis zu 6 Leguane tummeln sich interessiert rund um unseren Mittagstisch.

Jannick stellt fest, auch sie haben Nachos gerne.

Dann müssen wir Felicitas und Jannick zum Flughafen bringen, und stellen fest, dass der KLM Flug 6 Stunden Verspätung hat. Wir verlängern kurzerhand das Mietauto und machen eine Rundfahrt durch den Norden der Insel. Am Abend laden wir sie erneut ab und müssen dann halt doch Abschied nehmen. Durch eine weitere Verspätung verpassen sie leider ihren Anschlussflug und kommen zu guter letzt anstatt mittags erst spät abends zu Hause an.

Am nächsten Morgen nutzen wir das Mietauto nochmal um einzukaufen und wieder auszuklarieren, da sagt mein Skipper “ und wenn wir doch heute schon abhauen” . Ich erinnere mich an eine böse Sturmnacht vor ca. einem Jahr in Lefkas, Griechenland und sage nur “ ja wenn Du meinst, dann machen wir das so”. Gerne hätten wir zwar unsere Freunde Petra und Ben getroffen, die erst am Abend aus den Niederlanden zurück kamen. In Lefkas letztes Jahr musste ich aber lernen, dass nicht zählt, was man gerne machen würde, sondern was für die Sicherheit von Schiff und Crew besser ist…

Also machen wir uns Sonntag Mittag auf den Weg, die Queen Emma Bridge wird wieder geöffnet, wir machen wieder Fotos und sagen Tschüss zu Curaçao. Nach gemütlicher aber schneller Überfahrt, einem kleinen Thunfisch und einer Goldmakrele und ein paar Willkommens- Gewitter in der Sierra Nevada de Santa Marta sind wir froh, sicher in Kolumbien angekommen zu sein. Immerhin ist dieses Seegebiet eines der schwierigsten der Welt -wir hatten Glück und genug Wind um schnell zu segeln, aber wenig genug, um keine gefährlichen Wellen anzutreffen…

Unser erster Eindruck: Super! Endlich sind wir in Lateinamerika! Die Leute sind wirklich von Herzen freundlich und wir fühlen uns wirklich willkommen. Ausserdem spielt überall Latinomusik, Salsa, Cumbia, Merengue, die Lieder von Carlos Vives laufen überall wie schon vor 20 Jahren ;-).
Wir sind froh, dass wenigstens die Kolumbianer diese Kultur beibehalten haben und nicht nur all das moderne Zeugs hören…

Matthew im aktuellen Wetterbericht für Samstag vormittag
Matthew im aktuellen Wetterbericht für Samstag vormittag
und dazu das aktuelle Satellitenbild...
und dazu das aktuelle Satellitenbild…

Jetzt hoffen wir, dass Matthew uns am Wochenende nicht zu viel Wind und Sorgen bereitet und wir ab nächster Woche mal anfangen können, die Gegend zu erkunden ;-)…

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