Opua

Von Opua nach Whangarei – 3 Wochen voll mit Wandern und Fahrradfahren

Mit dem Mountainbike durch Northland

Dank dem Gutschein für eine Woche gratis Marina Aufenthalt, den wir in Tonga am Blue Water Festival gewonnen haben, steht unsere She San sicher in Opua in der Marina.

Wir nützen die Gelegenheit, packen unsere Fahrräder und machen uns auf Northland zu erkunden.

Opua
Die Bucht von Opua ist voll mit Mooringbojen
Opua Mountain bike trail
Auf dem wunderschönen Fahrradweg sind leider in kurzen Abständen diese Schikanen eingebaut.

Direkt hinter der Marina geht ein 87 km Fahrradweg los, den möchten wir nützen um in den Westen der Insel zu fahren. Der Weg ist super ausgebaut, oftmals auf der alten Zugtrasse, nur hat es relativ viele Gatter, bei denen wir jeweils absteigen und das Fahrrad durch eine eigens dafür konstruierte Schikane schieben müssen.

Hunderwasser toilets Kawakawa
Die Hundertwasser Toiletten in Kawakawa, das letzte Werk des berühmten Österreichers, der in Kawakawa seinen Lebensabend verbrachte.
Pukeko
Ein Pukeko, wie wir dank Internet herausfinden 😉
und endlich mal wieder saftige Wiesen voll mit Kühen…
…aber auch riesige Palmen wachsen überall
Hokianga ferry Rawene Kohukohu
Wir nehmen die Fähre von Rawene nach Kohukohu und überqueren damit das Meer auf der Westseite von Neuseeland..

Nach den ersten 10 km machen wir kurz Halt in Kawakawa um die Hunderwasser Toiletten zu besichtigen (und zu benützen natürlich bei der Gelegenheit gerade auch). Dann geht es weiter durch ländliche Umgebung, vorbei an vielen für uns neuen Vögeln, Kühen und Schafen.

In Kaikohe machen wir nach 47 km Mittag und finden zufällig heraus, dass der Veloweg in einer Art Sackgasse endet und es von dort keine Fähre auf die andere Seite des Hokianga Meeresarmes gibt.

Also ändern wir unseren Plan und fahren die nächsten 45 km auf Highway und Sandstrasse nach Rawene, denn dort gibt es eine Autofähre.

Night Sky lodge Kohukohu
in Kohukohu geniessen wir den freudlichen Empfang und die heisse Dusche in der Night Sky Lodge
Anschliessend im Pub ist Halloween Party für die Kinder und wir sind froh über ein paar Bier und eine Portion Fish und Chips
und sieht sie nicht zum Fürchten aus?

Abends um 6 Uhr stellen wir nach 94 km und einigen Höhenmetern fest, dass die Auswahl an Unterkünften in Kohukohu nicht sehr gross ist und checken in die für uns eher teure, dafür wunderschöne Night Sky Lodge.

Die freundliche Besitzerin fährt extra mit dem Auto in die Stadt, um zu sehen, ob wir im Pub noch etwas zu essen bekommen. Dort ist Halloween Kinderparty und vor lauter Trubel hat niemand ihren Anruf gehört.

Nach einer heissen Dusche und einem kurzen Spaziergang zum Pub stehen wir mitten im Halloween Getummel und geniessen ein paar Bier und eine Portion Fish und Chips.

Blühende Bäume, grüne Wiesen und Kühe
Turkey
Truthähne…
Opua Mountain bike trail
und immer wieder Holzlaster, die uns mit einer ordentlichen Staubwolke versehen.
Ngawha hot springs
Die heissen Quellen in Ngawha haben viele verschiedene Becken mit und ohne Schlamm…
wir bevorzugen von 39 bis maximum 41 Grad Celsius aber lieber ohne Schlamm…
Opua Kauri Walk
Ein Kauri Baum im Opua Kauri Walk

Mit Blick auf den Wetterbericht, Regen ist angesagt, beschliessen wir am zweiten Tag die Runde nicht allzu weit Richtung Norden auszudehnen und fahren über mehrere Highways und den Fahrradweg zurück nach Kaikohe.

Dort belohnen wir unsere müden Knochen mit einem Bad in den heissen Quellen von Ngawha und fahren über weitere Highways und Schotterstrassen zurück bis in den Wald überhalb von Opua.

Nach insgesamt gut 230 km und etwa 2300 hm fahren wir nach 3 Tagen wieder in Opua ein und sind froh erst mal ein paar Tage nicht mehr auf dem Sattel sitzen zu müssen.

Im historischen Russel

Da das schlechte Wetter nicht wirklich so schlimm wird nützen wir die nächsten zwei Tage noch für das Erkunden vom Wanderweg nach und dem Einkaufen in Paihia und verziehen uns dann in die Ankerbucht hinter Russell.

Russell Yacht Club
Der Russell Yacht Club hat ein angenehmes Dinghy Dock,
Russell Yacht Club
und am Sonntag abend gibt es Live Musik
Russell Duke of Marlborough
Russell ist einen Spaziergang wert, hier das Duke of Marlborough Hotel

Russell gefällt uns sehr gut, der Yacht Club hat einen sehr schönen Dinghysteg und bis zum Dorf sind es nur ein paar Hundert Meter.

Blick Richtung Kerikeri Inlet
Haruru falls
Die Haruru Wasserfälle in der Nähe von Paihia

Mit dem Fahrrad und der Personenfähre nach Paihia machen wir einen Ausflug zum Mountainbike Park.

Nach ein paar Runden Up und Downhill Biken möchten wir weiter nach Kerikeri, um die touristischen Sehenswürdigkeiten dort zu besuchen, es soll wunderschön sein.

Doch rund um uns herum sind Verbotsschilder, ein Weiterfahren macht keinen Spass mehr. Also fahren wir die Alternativroute zu dem Haruru Wasserfall, aber auch der Wanderweg zurück ist für Fahrräder verboten. Also wieder über den Highway zurück nach Paihia, wir haben das Gefühl Fahrradfahrer sind in Neuseeland nicht sehr willkommen.

Wandern in der Bay of Islands

Die nächsten Tage kommt Starkwind zuerst aus Nord, dann aus Süd, so verziehen wir uns in der Bay of Islands je nach Windrichtung in verschiedene Buchten.

Omakiwi
Nach dem Spaziergang liegt unser Dinghy ganz schön weit auf dem Trockenen…
Urupukapuka
Die Otehei Bucht auf Urupukapuka
Urupukapuka
Noch ist der Campingplatz in der Urupukapuka Bucht komplett leer…
Und sind die Schäflein nicht herzig?
die älteren wurden gerade frisch geschoren, etwas weniger schön, dafür wahrscheinlich schnell…
Neben dem Weg ist das Gras so weich, dass wir gemütlich sanft gebettet unseren Picknick einnehmen
Urupukapuka
dann geht es weiter an der steilen Ostküste entlang auf und ab…
Urupukapuka
…und etwas später an den Buchten der Westküste entlang…
Urupukapuka
wieder zurück.
Variable Oystercatcher Torea
Am Strand entdecken wir zwei Variable Oystercatcher Torea
California Quail
und zwei California Quail spazieren vor uns vorbei
Oke Bay
auch die Oke Bay wäre eine gut geschützte Bucht bei starken Winden aus Südost
und überall blüht es

Da es nicht oft regnet gehen wir fast jeden Tag Wandern.

Von der Omakiwi Cove fahren wir mit dem Dinghy in die Cable Bay von Urupukapuka und wandern einmal rund um die ganze Insel. Während der Süden und Westen eine schöne Bucht nach der anderen hat, ist der Nordosten und Norden der Insel eher abschüssig und schroff.

Auch auf den Pukehuia zieht es uns, mit 320 m der höchste Hügel in der Umgebung.

Erste Versuche auf dem Stand up Paddle Bord

Reto repariert das Stand up Paddle Bord, das wir von der Full Circle geschenkt bekommen haben
mein erster Versuch auf dem Ding zu stehen – vorsichtshalber hab ich mal den Neopren angezogen…

In Opua haben wir von unserem Stegnachbarn ein Stand up Paddle Board mit einem grossen Riss an der Naht bekommen. Dank dem Zweikomponenten Kleber von Hugh von der Vega repariert Reto nun das Board und nach 24 Stunden trocknen ist es endlich soweit.

Ich mache meinen ersten Ausflug mit dem SUP und bin erst mal ganz schön skeptisch, denn bei den Temperaturen möchte ich nicht so gerne ins Wasser fallen. Doch Reto hält und coacht mich geduldig “leicht in die Knie, wie beim Skifahren…” und schon bald geht es recht gut.

Mit Geleitschutz der Delphine zum Cape Brett

Dann wird es langsam Zeit, dass wir weiter gehen Richtung Whangarei.Auf dem Weg ums Cape Brett begleiten uns eine Gruppe Delphine, sicher fast eine Stunde lang.

Dolphins Cape Brett
Auf dem Weg Richtung Cape Brett…
Dolphins Cape Brett
..begleiten uns eine Gruppe Delphine…
Dolphins Cape Brett
für ein paar Meilen.
Cape Brett
Cape Brett Leuchtturm
Dolphins Cape Brett
Und ganz am Schluss springen sie begeistert…
Dolphins Cape Brett
…noch mal extra schön vor meine Kamera.
Hole in the rock Piercy island
Dann noch ein Foto vom berühmten „Hole in the Rock“ und raus geht es in das Geschüttel im offenen Meer.

Sie sind gross und schnell und kratzen sich immer wieder abwechselnd den Rücken an den Rümpfen der She San und scheinen einen Riesenspass zu haben.

Erst kurz bevor wir am Cape Brett in das offene Meer hinaus fahren verschwinden sie und lassen uns alleine in dem grauslichen Geschaukel.

Die Buchten Whangamumu, Whangaruru und Tutukaka

Wnangamumu
Kurze Zeit später steht She San friedlich in der fast rundherum geschützten Whangamumu Bucht
Wnangamumu whale station
der Dampfkessel der alten Walfängerstation
Whangamumu
Wanderung von Whangamumu zum Pukehuia
Ein wilder Bienenstock
Achtung, bitte keine Kiwis überfahren!
Whangaruru
Wanderung bei Whangaruru

Ein paar Meilen weiter südlich ankern wir in der Bucht von Whangamumu, dort ist es wieder ruhig und das Meer ist spiegelglatt. Toller Ort zum Paddle Boarden 😉

Doch auch zum Wandern ist es hier prima. Wir gehen einen wunderschönen Rundweg, der uns zum zweiten Mal zum Pukehuia führt.

Nach gut 4 Stunden sind wir wieder in unserer Bucht und ich stelle fest, dass die 800 Meter Auf und Ab für meine Knie gerade so genug sind.

Am nächsten Tag segeln wir 12 Meilen weiter in die Bucht von Whangaruru, auch hier wunderbar ruhig und sehr schön zum Wandern.

Auf dem Weg nach Whangarei zieht der ein oder andere Squall vor uns durch
…danach scheint wieder die Sonne, doch beim Sonnenbaden heisst es sich warm anziehen.
Whangarei bridge
Kurz vor der Marina im Townbasin Whangarei wird eine moderne Brücke extra für uns geöffnet.

Über Tutukaka 20 Meilen weiter südlich segeln wir schliesslich bis um den Bream Head am Eingang nach Whangarei und dort die 15 Meilen den Fluss hinauf.

Wir segeln tatsächlich bis 3 Meilen vor der Marina, denn dort wird es dann etwas zu schmal.

Kurz vor dem Town Basin rufen wir über Funk die Brücke an und innerhalb weniger Minuten wird der Verkehr gestoppt und die Brücke für uns geöffnet.

Da wir so viel Wind hatten, sind wir etwas früher als erwartet und gerade eine Stunde nach Niedrigwasser. Mutig fahren wir trotzdem bis in die Marina. Reto liest am Tiefenmesser 1.1 Meter , aber wir haben 1.3 Meter Tiefgang… Er erwartet, dass es bremst, aber nichts passiert.
Uff, wir sind drinnen ;-).

Nach einer Nacht am Besuchersteg machen wir unsere She San an den Pfosten im Becken fest, hier ist nun für die nächsten Monate ihr “Sommerlager”.

Neuseeland - Segeln und Wandern auf dem Weg von Opua nach Whangarei
Neuseeland – Segeln und Wandern auf dem Weg von Opua nach Whangarei

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