Holiday Ocean View Marina Samal Davao

Kurzbesuch in Davao, Mindanao, Philippinen

Oceanview Marina Davao

Eigentlich waren die Philippinen gar nie auf unserer Wunschliste, schon gar nicht Davao, nachdem die Abu Sayyaf im 2015 4 Menschen aus der Marina entführt und 2 davon später geköpft hat. „Es muss schrecklich gewesen sein, doch heute sei alles abgesichert“ hören wir von anderen Seglern.

Die Einfahrt zur Marina ist aussergewöhnlich, kein Wunder aufgrund der Vorfälle im 2015.
Ocenview Marina on Samal
Der Eingang zur Oceanview Marina ist gut abgesichert.

Es hat ein Tor und 2 Absperrungen aus Schwimmkörpern und ich kommuniziere mit Ruth im Büro über Satellitentelefon, damit die Arbeiter der Marina das Tor für uns öffnen. Aber was ist los? Als sie eine Weile am Tor rumgemacht haben, werfen sie beide Hände nach uns, wir deuten ihr Zeichen mit “geht weg, geht weg”.

Nach einer Weile rufe ich noch mal an, Ruth erklärt mir “die Arbeiter warten auf euch”. Ok, das hat für uns anders ausgesehen. Wir tasten uns vorsichtig in die Marina und machen am Steg fest.

Kurz darauf verstehen wir, dass das Zeichen für “Kommt her” genauso ist, wie bei uns “Geht weg”. Kein Wunder, sind wir verwirrt.

Problemloses Einklarieren in den Philippinen

Immigration Davao
Im Immigrationsbüro läut Drei Engel für Charlie ;-)…
Customs Davao
…und beim Zoll erstaunt uns Hazel’s effiziente Arbeitsweise und liebenswürdige Art
Samal Task Force
Freundlicher Kontrollposten beim Zugang nach Samal
Samal Ferry
Die Fähre Davao – Samal transportiert Personen, Autos, Motorräder,…
Samal Ferry
…und gelegentlich auch mal eine Kuh auf einem Motorrad 😉
Samal Ferry
Dieser Fährarbeiter scheint Sonnenlicht wirklich zu scheuen
Davao Port
Direkt neben der Fähre der Kontainerhafen von Davao

Am nächsten Morgen nehmen wir den Marina Shuttle zur Fähre, denn die Marina liegt im Norden der Insel Samal.

Als erste Aktion besuchen wir Immigration und Zoll in Davao Stadt. Beide sind super freundlich, zahlen müssen wir nur ca. 15 Franken. Hazel beim Zoll entschuldigt sich noch, weil es so lange ging, dabei war sie super effizient, ist für uns zahlen gegangen und im Dauerlauf durch das Gebäude geflitzt.

Einlaufspardadies Davao

Service in Abreeza Mall
Kirchgang und Einkaufsbummel praktisch kombiniert, der Gottesdienst findet in der Mall statt

Eine Stunde mit dem Taxi quer durch die Grossstadt kostet ca. 4 Franken, etwas länger geht es mit den offenen Minibussen, dafür kostet das nur 20 Rappen pro Person.

Babak center Samal
Babak Zentrum, nach Micronesien für uns schon wie eine Grosstadt!
Trikes in Samal
Die Trikes sind der übliche Personentransport auf Samal

Die Grossstadt besuchen wir die nächsten Wochen aber nur, wenn nötig, denn Gemüse, Lebensmittel und so allerlei finden wir reichlich in dem Städtchen Babak auf Samal.

Selbst hier schon ist das Gewurle der Fahrzeuge für uns ungewohnt, die Strassen sind voll mit Motorrädern und Trikes, das sind Motorrädern mit Beiwagen, die hier auf Samal als Taxi fungieren.

Vegetables Market Babak
Endlich wieder mal Gemüse in Hülle und Fülle, hier fällt die Auswahl schwer!!

Wartung und Sozializing kommen nicht zu kurz

Engine Service
Motorenraum – Sauna – die Kleider muss Reto jedesmal auswringen
Engine Service
Die ein oder andere Abnützung wird behoben, so findet sich das abgebrochene Teil vom Impeller am Eingang zum Wärmetauscher wieder…

Nach den ersten Shopping und Erkundungsrunden geht es dann erst Mal an die Wartung der Motoren. Ganze 4 Tage schwitzt Reto in den beiden Maschinenräumen. Er hinterlässt regelmässig eine Pfütze, die er am Ende dann wieder aufputzen muss…

Aber auch das “Socializing” kommt nicht zu kurz. Bereits den ersten Abend verbringen wir mit ausgiebigem Sundowner zusammen mit dem Neuseeländer Allen, Rick und Jen von der Foxy Lady und Liliane und Michael von der kanadischen Meikyo. Es folgen Pizzaabend, Freitags Grillabend und Potluck und viele mehr.

Bereit für Indonesien

Dann besorgen wir unser Visum für Indonesien auf der indonesischen Botschaft und sind langsam parat für den Absprung. Der Wetterbericht verspricht einen Tag lang östliche Winde, das wollen wir nützen, um zur nördlichsten Insel in Indonesien überzusetzen.

Oceanview Marina Samal
Die Davao Marina von oben, nach 2.5 Wochen nehmen wir wieder Abschied

Aber zunächst ausklarieren und den Golf von Davao hinter uns bringen.

Fishing boat
Fischerboot im Golf von Davao
Tourist boat
und hier die moderne Version mit Rettungwesten und Rettungsringen
Fishing boat
… und hier die ganz spezielle Version, die „Spinnenboote“
Babak center Samal
Ob zum Fischen oder für die einheimischen Touristen, alles ist voll mit den traditionellen Kanus mit doppelten Auslegern

Freundliche Bekanntschaften im Golf von Davao

Am Samstag, den 25. Mai machen wir in der Marina Davao los und motoren bei wiederum totaler Windstille in Richtung Süden.

Visit on board
James, Losel, Jasmel und Jerico besuchen uns an Bord, um Selfies von sich und uns zu machen
Samal beach
Selbst morgens früh um 6 ist am Strand schon die Hölle los…

Kurz vor dem Südende der Insel Samal unser erster Stop vor dem Strand von San Remigio. Hier ist die Hölle los, klar, es ist Samstag!!

Sowohl unsere She San als auch wir werden begehrtes Fotomotiv, die Philippinos haben eine wahre Freude an uns.

Samal beach party
Anstatt Strandlauf gibt es erst mal ein Bier…
Samal beach party
und etwas später ein ordentliches Frühstück aus Fried Noodels..
Samal beach party
…und einen freudlichen Abschied

Morgens noch vor 7 Uhr werden wir von einer Gruppe junger Davaoer beim Strandspaziergang gleich mal zum Bier eingeladen, am Rückweg gibt es gebratene Nudeln als Frühstück oben drauf.

Etwas später geniesse ich das Schnorcheln, endlich mal wieder schöne Korallen und allerlei Fische, bis mich eine Qualle rund um den Mund ordentlich nesselt und ich unmittelbar zurück aufs Boot flüchte.

Wir haben Glück, für die nächsten 25 Meilen läuft der Motor nur gut 2 Stunden, dann nützen wir die aufkommende Tagesbrise und gleiten mit leichtem Rauschen durchs flache Wasser.

Friendly visit on board
Die Teenager haben Freude an kühler Limo und Schokokeksen

In der Baksal Bucht vor Anker geht es nicht lange bis die Dorfjugend entweder im Kanu oder schwimmend uns erreicht hat.

Wir verteilen kalte Limo und Schokoladenkekse and die 15 bis 20 jährigen, die aber vor allem Freude daran haben, nur unsere “Yachte” anzuschauen.

Friendly visit on board
Lorre und Resedelia Cortez mitsamt Töchterschar möchten wissen ob alles klar ist nach dem Besuch der Jugendlichen

Etwas später kommt Lorre Cortez mit Familie in seinem Kanu, er möchte sich für den “Überfall” der Dorfjugend entschuldingen, ihm ist peinlich, dass er nicht besser Englisch spricht und mir, dass ich kein Wort Bisaya kann. Dabei sind einige Wörter nahe dem Spanischen oder dem Indonesischen, ich sollte nur wissen welche…

Am Morgen verlegen wir uns ein paar Meilen weiter südlich neben die Insel Sigaboy, hier hat es nochmal ein richtig gutes Internet, das muss genutzt sein!

Fishing boat
Fischerboot vor der untergehenden Sonne

Gute Nachricht, der Ostwind soll morgen immer noch kommen, also heisst es “Tschüss Philippinen und auf nach Indonesien!”

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