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Von Gibraltar bis nach Lanzarote

In La Linea bei Gibraltar fühlten wir uns die meiste Zeit vor allem in unserem Salon wohl, denn es hat mal wieder über mehrere Tage weg ordentlich geblasen und geregnet. Eigentlich ja logisch, denn Gibraltar ist nur 500 m weit weg und gehört ja zu England, also muss es ja regnen…

der Weg nach Gibraltar geht über die Flugpiste, wenn ein Flieger kommt, wird einfach abgesperrt
der Weg nach Gibraltar geht über die Flugpiste, wenn ein Flieger kommt, wird einfach abgesperrt
angekommen im United Kingdom: God save the Queen!
angekommen im United Kingdom: God save the Queen!
eine nette Weisheit aus dem Irish Pub, wir werden versuchen uns daran zu halten ;-)
eine nette Weisheit aus dem Irish Pub, wir werden versuchen uns daran zu halten 😉

Wir machen trotzdem mehrere Ausflüge auf die andere Seite, natürlich zum lokalen Ship Chandler, diesmal für Segelreparatursets und das kaputt gegangene Decklicht (uff, zum Glück hatte er sowas, ohne das hätten wir uns nicht auf einen Mehrtagesschlag getraut…)

 

 

 

Juhui, der erste (zweibeinige) Besuch an Bord: meine "kleine" Schwester Flavia und ihr Freund Sebastian
Juhui, der erste (zweibeinige) Besuch an Bord: meine „kleine“ Schwester Flavia und ihr Freund Sebastian
und helfen beim Bunkern ;-)
und helfen beim Bunkern 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann kommt als Highlight meine “kleine” Schwester Flavia mitsamt Freund Sebastian uns besuchen, und wir geniessen in den Regenpausen die Ausflüge ins spanische und ins englische Städtchen und da sie ein Auto gemietet haben, wird am Ende nochmal ordentlich eingekauft.

 

 

 

 

 

der Gibraltar Rock endlich mal ohne Wolken, es ist Zeit zu gehen
der Gibraltar Rock endlich mal ohne Wolken, es ist Zeit zu gehen
mittendrin im Verkehr in der Strasse von Gibraltar, und trotz beiden Motoren machen wir nur so an die 4 Knoten, der Rest geht drauf um den Gegenstrom zu kompensieren...
mittendrin im Verkehr in der Strasse von Gibraltar, und trotz beiden Motoren machen wir nur so an die 4 Knoten, der Rest geht drauf um den Gegenstrom zu kompensieren…

 

 

Als dann der Westwind endlich nachlässt zeigt sich ein günstiger Slot um in Gibraltar wegzukommen,

na ja, ca. 3 Knoten Gegenstrom mussten wir in Kauf nehmen, dafür waren wir kurz nach Sonnen-untergang durch das Verkehrstrennungs-gebiet der Strasse von Gibaltar durch.

Das war dann allerdings noch nicht das Ende vom grossen Verkehrs-aufkommen. Vor allem in der ersten Nacht hatten wir wirklich alle Hände voll zu tun bzw Augen zum Ausschauen, um den ganzen Schiffen ringsum nicht zu nah zu kommen.

Einmal war es sauknapp, da waren 4 oder 5 Punkte am Radar und wir haben versucht, sie zu verfolgen und als Lichter zu identifizieren. In dem Moment sehen wir ein kleines neues Fleckchen auf dem Radar, das aber in dem Moment schon eine viertel Meile vor uns war und dann auch erst seine Lichter eingeschaltet hatte. Reto also Motor rein und ausweichen,  nicht einfach bei dem Wind wenn dann die Fock back steht ect… Ich dachte der Geiserdampfer verfolgt uns, aber in Wirklichkeit waren die nur irgendetwas am arbeiten und einfach schlecht erkennbar und nicht beleuchtet gewesen…

der erste Sonnenuntergang in der Nähe von Tanger
der erste Sonnenuntergang in der Nähe von Tanger
ein netter grosser Frachter, der von sich aus korrigiert hat um uns nicht zu überfahren
ein netter grosser Frachter, der von sich aus korrigiert hat um uns nicht zu überfahren
der Royal Clipper wollte es wissen und kam ganz nah an uns her...
der Royal Clipper wollte es wissen und kam ganz nah an uns her…

Die nächsten Tage waren dann ziemlich ruhig, obwohl in der Nacht der Verkehr immer deutlich zuzunehmen schien. Reto sagte jeden Abend “wirst sehen, jetzt kriechen sie dann gleich wieder alle aus ihren Löchern…” und tatsächlich war es dann so 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt waren wir schon ganz happy mit dem Verlauf der Reise, eigentlich war es ziemlich gemütlich, eher zu wenig als zu viel Wind und meist eine nette grosse Dünung von hinten, sehr angenehm im Vergleich zum Mittelmeer, wo die Wellen immer eher kurz waren.

Wir konnten einige Stunden mehr segeln, als gemäss dem Wetterbericht zu erwarten war, das war schon mal prima.

die "zugeflogenen" Tintenfischchen ;-)
die „zugeflogenen“ Tintenfischchen 😉

Zur Aufheiterung liess sich dann mal ein kleiner Oktopusarm an der Angel reinziehen, den Oktopus selbst hatten wir wohl verloren, und in der gleichen Nacht sind zwei kleine Calamar von sich aus an Deck gesprungen, den einen haben wir gegessen, war ganz fein aber nicht viel dran, der andere wurde hoffnungsvoll als Köder verwendet, hat sich aber in der Strömung nicht so gut halten können.

Als ich dann am letzten Morgen aufstand und Reto hatte schon beide Angelruten draussen mit dem Kommentar “wir bekommen ja bald Gäste, also wär so ein frischer Fisch noch toll” war ich ganz stolz auf ihn – er vergisst es nämlich sonst immer wieder.

oha, da ist was schweres dran!!
oha, da ist was schweres dran!!
das Maul war dann doch nicht ein typischer Thuna
das Maul war dann doch nicht ein typischer Thunfisch
mist, und diese charakteristische Schwanzflosse
mist, und diese charakteristische Schwanzflosse

Und so ging es auch gar nicht lange, da hat die eine Rute schon gerauscht. “Oha, das wird wohl wieder ein grosser sein” – schnell war das klar aufgrund der Kraft, die Reto gebraucht hat, nur um das Ding zu halten. Nicht mal kurbeln ging, so musste er mit der Hand die Leine reinziehen und ich hab gleichzeitig an der Kurbel aufgerollt.

Als ich dann mal zwischen dem Kurbeln nach Hinten gespäht hab, hat mich so ein grosses Maul mit scharfen Zähnen erschreckt, Reto meinte aber ganz cool, “das ist ein Thon”. Na ja, nach fast einer Stunde Kampf hatten wir das Ding bis ans Schiff eingezogen und dann war klar, es war ein Hai…ok ein kleiner, nur ca 1.5m … Als ich kurz den Fotoapparat holen ging, hat er dann noch die Rute abgebrochen, und nach ein paar verwackelten Fotos hab ich ihn am Vorfach so kurz wie möglich aber ohne ihm zu nahe zu kommen abgeschnitten.

Fluchs, hat er sich umgedreht und ist weggeschwommen, ich hab ihm dann noch nachgerufen “und sag bitte deinen Freunden, wir haben Euch alle lieb”.

das Resultat, ein hoffentlich nicht allzu verletzter Haifisch und eine gebrochene Rute
das Resultat, ein hoffentlich nicht allzu verletzter Haifisch und eine gebrochene Rute

Mein Kommentar zur kaputten Angelrute: “ naja, darum ist es wohl nicht schade, da brauchen wir wohl ab jetzt eh etwas grösseres”.

 

 

Anfahrt auf den Estrecho del Rio, links Lanzarote und rechts La Graciosa
Anfahrt auf den Estrecho del Rio, links Lanzarote und rechts La Graciosa
das Nrdende von Lanzarote, Punta Farlones
das Nrdende von Lanzarote, Punta Farlones
angekommen, nach 5 Tagen und 608 Seemeilen - und natürlich gab es auch noch ein Cruzcampo dazu ;-)
angekommen, nach 5 Tagen und 608 Seemeilen – und natürlich gab es auch noch ein Cruzcampo dazu 😉

Am Mittag haben wir uns dann Graciosa genähert und dann am Nachmittag erst mal ausgespannt und geschlafen (Reto) und Kanarische Inseln Infos gelesen (Angie).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen wurde es uns dann zu ruppig in der Bucht, also kurzentschlossen weiter nach Arrecife Hafen, um ein paar Tage mit meinen Eltern Heide und Pete zu verbringen.

Heide und Pete vor dem Rathaus von Arrecife
Heide und Pete vor dem Rathaus von Arrecife
vor dem alten Hafen von Arrecife
vor dem alten Hafen von Arrecife
der Blick vom Grand Hotel Richtung Süden
der Blick vom Grand Hotel Richtung Süden
die Bötli im Charco de San GInes
die Bötli im Charco de San GInes
im Nationalpark Timanfaya
im Nationalpark Timanfaya
überall Vulkankegel und bizarre Lavaformationen
überall Vulkankegel und bizarre Lavaformationen
feine Pintxos (gesprochen: "Pintschos")
feine Pintxos (gesprochen: „Pintschos“)
Los Hervideros - Antlantik zeigt sein Gesicht!
Los Hervideros – Antlantik zeigt sein Gesicht!
Weindegustation auf dem Weg durch die Hügel von Lanzarote
Weindegustation auf dem Weg durch die Hügel von Lanzarote
Pete trainiert uns am Lotusgrill und das Ergebnis ist feiiiin!!
Pete trainiert uns am Lotusgrill und das Ergebnis ist feiiiin!!

Also haben wir erst mal zusammen Arrecife zu Fuss erkundet und den alten Hafen und das Grand Hotel besucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug mit dem Auto über die Insel gemacht: der Nationalpark Timanfaya mit all den Vulkanformationen und Farben hat uns stark beeindruckt,

 

 

 

 

im Hafen und Touristenort Playa Blanca haben wir die kunstvollen und feinen Pintxos genossen u

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und in den Weinbergen!! eine Weindegustation gemacht 😉

 

 

 

Dann war natürlich Shopping angesagt, wenn wir schon ein Auto haben und anschliessendes an Bord grillieren. Dank Pete haben wir auch endlich gelernt wie dieser Lotusgrill zu benützen ist, doch ein durchaus nützliches Teil, wenn man weiss wie damit umzugehen. Leider mussten Heide und Pete dann schon bald nach Hause.

 

Veloausflug, hier auf den Feldwegen kurz vor Teguise
Veloausflug, hier auf den Feldwegen kurz vor Teguise
Ermite de las Nieves fast ganz oben
Ermite de las Nieves fast ganz oben
Blick runter auf Arrieta und Punta Mujeres
Blick runter auf Arrieta und Punta Mujeres
die Skulpturen, die dann bald im Süden ins Meer versenkt werden
die Skulpturen, die dann bald im Süden ins Meer versenkt werden

 

Und dann haben wir endlich wieder mal eine ausgiebige Velotour gemacht. Diese brachte uns bis zur Kapelle Ermita de las Nieves und (fast) bis zum höchsten Punkt der Insel, dem Peñas del Chache (Militärstation).

Danach ging es grösstenteils auf schönen aber teilweise auch mühsamen Schottersträsschen wie durch eine Art Vulkansteinwüste zurück zu den Touristensiedlungen östlich von Arrecife. Wir fanden es schön und haben es sehr genossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute gab es nochmal ein kleines Powershopping in Arrecife (6 Reserve – Dieselkanister, neue Angelrute, Material für die definitive Antenne und Erdung des Amateurfunks ect….) und dann geht es über den Süden der Insel langsam weiter Richtung westliche Inseln, Ziel erstmal Teneriffa, denn der nächste Besuch naht 😉

Von Menorca nach Gibraltar

Und endlich ist doch wieder einmal Sonntag 😉 Wir sind gestern in La Linea de la Concepcion bei Gibraltar eingelaufen und heute ist zum ersten Mal seit vor 2 Wochen in Sizilien ein Tag, an dem wir nicht schon dickes Programm haben oder grad am Segeln sind. Was noch dazu kommt es es wieder mal so ein richtig schöner Tag zum gemütlich im Schiff sitzen, da es draussen wieder mal kontinuierlich bläst und mit nur kleinen Unterbrechungen ganz schön grauslich regnet – und es ist herrlich gemütlich 😉 (den Upload vom Blog konnte ich leider erst 2 Tage später machen, da durch den Sturm das ganze Netz incl. Telefon im Hafen ausgefallen war…)

Sonnenaufgang Bucht von Mahon
Sonnenaufgang Bucht von Mahon
Bucht von Es Castell, Menorca
Bucht von Es Castell, Menorca
Sonnenaufgang am nächsten Tag
Sonnenaufgang am nächsten Tag
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
und wieder einmal begegnen wir einer Wand mit Schauerzellen, also runter mit dem Parasailor
und wieder einmal begegnen wir einer Wand mit Schauerzellen, also runter mit dem Parasailor

Aber beschweren dürfen wir uns überhaupt nicht, wir hatten seit Menorca fast immer bestes Segelwetter wenn wir unterwegs waren. Nach der Ausfahrt aus dem natürlichen Hafen von Mahon gehts kurz nach Süden, dann Kurs Richtung Cabo de Gata, den Wind immer von hinten. Ich bin die Schiffsbewegung mit den Wellen von hinten noch nicht gewöhnt und staune immer nicht schlecht, wie unser Schiffchen so angehoben wird und dann wieder absinkt und wenn es schneller wird, ist es ein ganz schönes Rumgeeiere…
Ich habe auf jeden Fall höchsten Respekt vor der Natur die uns umgibt, vor allem Nachts bin ich diesmal nicht mal mehr am I Pod hören, denn die Geräusche vom Schiff und vom Segel sind irgendwie noch wichtig, um zu wissen, was läuft.

Diesmal war der Parasailor meist brav im Einsatz, ausser mal eine Nacht wegen zu wenig Wind. Und wenn wir die roten Stellen der Wolkenwand auf dem Radar sahen haben wir auch vorsichtshalber das grosse Tuch reingenommen. Einmal waren wir fast zu spät und das kann dann schnell gehen, dass das dünne Segel verrupft. Ein anderes Mal haben wir (ich besser gesagt) beim Parasailor runternehmen nicht aufgepasst und eine Leine ist weit unter das Schiff, die hätte leicht in die Schrauben der laufenden Motoren kommen können… So lernen wir bei jedem Manöver dazu…

Nun zu den Highlights Überfahrt von Menorca ans spanische Festland nach Almerimar – 3 Tage und 408 Seemeilen waren wir unterwegs.

kurz vor dem 0 Meridian
kurz vor dem 0 Meridian
darauf
darauf
kurz danach
kurz danach

Leicht verärgert war ich, als ich 5 Mal unsere Position auf dem I Pad eingab und immer wieder auf der Karte auf dem Spanischen Festland gelandet bin, einfach ein bischen weiter westlich als dort wo wir waren. Als ich Reto zufauchte “Was mach i verkehrt?” hatte er mir schnell die Lösung “Du muascht Ost iigeh, nit West”. Aha, das hatte ich bisher noch nie, denn so weit westlich war ich noch nie gesegelt 😉

Kurz darauf hatten wir dann auch den wichtigen Zeitpunkt des Erreichens des 0 Meridians erreicht, von jetzt an geht es die nächsten 180° weiter mit W, also gewöhne ich mich besser daran…Wenn wir dann dort sind, wird uns dann ein ganzer Tag geklaut, das heisst, es wechselt das Datum, dafür bekommen wir diesen stündchenweise von Land zu Land und Kontinent zu Kontinent immer wieder dazu.

unser grösster Fang bis anhin...
unser grösster Fang bis anhin…
ein wunderschöner Gelfflossenthunfisch mit 7.7 kg und 77cm
ein wunderschöner Gelfflossenthunfisch mit 7.7 kg und 77cm
hundemüde und fast etwas überfordert...
hundemüde und fast etwas überfordert…
vieeel Fisch!
vieeel Fisch!

Das nächste Highlight war unser Fischfang. Gerade als wir wieder mal mit einer Gewitterzelle Katz und Maus spielten und ich eigentlich hundemüde war und gerne ein Nickerchen machen wollte, rasselt unsere Angelleine. Reto sagt direkt “Weia, das muass a grosser sii”, und ich “Mist, wie war der Knoten wieder, den ich um die Schwanzflosse ziehen muss”. Wir hätten im Mahon fast einen grossen Fischhacken gekauft, leider nur fast, dann war es wieder nicht mehr bei den Prioritäten…
Irgendwie hab ich dann eine sich selbst zuziehende Schlaufe hingebracht, aber immer wenn das Seil das Wasser berührt hat, ist sie mir nach hinten weggerauscht bevor ich sie zuziehen konnte. Reto hat geduldig zugeschaut und sich gedacht “na, wenn er weg ist, is sie schuld”.

Beim 4. Mal hat es dann geklappt und das Blutbad konnte beginnen. Diese Bilder ersparen wir euch, hier nur die schöneren. Ach ja es war ein Yellowfin, auf deutsch Gelbflossen Thunfisch mit genau 7.7 kg und 77 cm Länge und so richtig grossen Kulleraugen. Klar, das es die nächsten Tage keine Spagetti mehr gab, sonder Thon nach Pete’s Art kurz in Sojasauce, dann Sesam und kurzgebraten in Olivenöl. Super lecker und sicher super gesund.

Ankunft in Almerimar, es ist wieder mal rechtzeitig, bevor es ungemütlich wird
Ankunft in Almerimar, es ist wieder mal rechtzeitig, bevor es ungemütlich wird
das Ankuftsbier in Andalusien muss natürlich Cruzcampo sein, herrlich fein!
das Ankuftsbier in Andalusien muss natürlich Cruzcampo sein, herrlich fein!
wir geniessen die Bars von Almerimar und das feine Cruzcampo
wir geniessen die Bars von Almerimar und das feine Cruzcampo
zu jedem Bier gibt es Tapas gratis
zu jedem Bier gibt es Tapas gratis

Blöd eigentlich, so einen riesigen Fisch vor Almerimar zu fangen. Da wir schon einmal hier waren, um ein Schiff anzuschauen, wussten wir nämlich schon, dass man hier in fast jeder Kneipe zu jedem Bier aus einem Menü voller Tapas gratis eine aussuchen darf. Also mussten wir uns den Hunger die nächsten Tage gut einteilen 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansonsten waren wir während der 4 Tage in Almerimar die besten Kunden vom hiesigen Ship Chandler und die Jungs vom Laden Alamar Spencer, Marco, Mike und Shawn haben uns mit all dem ausgestattet was uns noch fehlte oder wieder kaputt gegangen war oder auf der Wunschliste stand.
So bekamen wir ein EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon), das im absoluten Notfall für die Aktivierung der Seerettung ist. Wenn man das aktiviert, werden unsere Daten und Position über Satellit an eine Notfallstation und dann direkt an die Rega in der Schweiz, die dann zusammen mit den Küstenstationen des jeweiligen Landes die Seenotrettung einleitet und koordiniert. Eines dieser Teile, die man zwar zur Sicherheit haben muss aber hoffentlich nie benützen muss…

Dann hat Reto sich einen neuen Anker gewünscht (die Erlebnisse in Griechenlands Häfen und Buchten waren noch nicht verdaut) und so hat er uns einen 33 kg Rocna Anker gekauft, der wohl zur Zeit der beste auf dem Markt ist. Ist auch recht teuer, aber wenn es hilft um gut zu schlafen…

Und am meisten weh gemacht hat, dass wir unsere gerade erst vor knapp 3 Monaten in Marmaris gekaufte Batteriebank ersetzen mussten, da eine der 3 Batterien beim Batterietest “Remplacer” (franz. ersetzen) gemeldet hat. So eine Sch…
Da es keinen Sinn macht unterschiedliche und selbst unterschiedlich alte Batterien zusammenzuhängen, haben wir nun 2 Batterien zum Verkauf unter unserem Salontisch stehen und 3 neue Victron Energy AGM Batterien als neuen Service Batterieblock im Motorenraum.

die Batterien sind endlich da, Spencer und Shawn bringen sie direkt aufs Schiff
die Batterien sind endlich da, Spencer und Shawn bringen sie direkt aufs Schiff
zum Glück, denn die sind richtig schwer...
zum Glück, denn die sind richtig schwer…

Natürlich ging bei der ganzen Sache auch etwas in die Hose, die Batterien sollten eigentlich am Donnerstag Mittag da sein. Dann hatte sie aber der Händler in Madrid einen Tag zu spät versendet, so dass Liefertermin Freitag Abend gewesen wäre. Wir wollten aber gerne am Freitag los, denn für Sonntag war ja wieder Starkwind angesagt und der nächste Slot Richtung Westen war erst wieder eine ganze Woche später absehbar. Also hat Mike vom Alamar den Lieferservice durch stundenlanges Telefonieren irgendwie dazu gebracht und es irgendwie geschafft, dass am Freitag um 13.15 die Batterien bei uns am Pier standen, von Chef Spencer und Shawn angeliefert und eingebracht. Während ich noch zahlen ging hat Reto verkabelt, dann ging es um 14.30 los Richtung Gibraltar.

Loch im Segel, so verliert man die Segellatte
Loch im Segel, so verliert man die Segellatte

Ach ja, das Grosssegel hatten wir auch noch in der Reparatur, das war auch erst am Freitag morgen um 10.45 wieder an Bord, natürlich genau in dem Moment, als der Wind anfing und das montieren des Segels nicht einfach machte. Die Tasche von einer Segellatte war ausgerissen gewesen. Schade an der ganzen Sache, kaum waren wir draussen und hatten das Gross oben, haben wir entdeckt, dass eine andere Latte auch ausgerissen war, also geht es weiter mit den Segelreparaturen…

der Skipper geniesst das Frühstück, es hat immer einer von uns "Wachdienst"
der Skipper geniesst das Frühstück, es hat immer einer von uns „Wachdienst“
der Fels von Gibraltar taucht aus den Wolken auf
der Fels von Gibraltar taucht aus den Wolken auf
Gibraltar Europa Point
Gibraltar Europa Point
wir fühlen uns wieder mal umzingelt, zum Glück sind die meisten der Schiffe vor Anker
wir fühlen uns wieder mal umzingelt, zum Glück sind die meisten der Schiffe vor Anker
in der Bucht von Gibraltar
in der Bucht von Gibraltar
und wieder ein Andalusien - Ankunftsbier
und wieder ein Andalusien – Ankunftsbier
cooler Blick auf den Rock von unserem Schiffli aus
cooler Blick auf den Rock von unserem Schiffli aus
in der Stadt ist alles auf Halloween
in der Stadt ist alles auf Halloween
kleines Skelett - mehr herzig als zum fürchten ;-)
kleines Skelett – mehr herzig als zum fürchten 😉

Nach all dem Stress genossen wir den kurzen Nachtschlag (137 Meilen) mit schönem Rückenwind und haben als ganz besonderes Highlight am morgen einen Delphinscharm vor dem Bug. Am nächsten Nachmittag fahren wir ganz beeindruckt in die Bucht von Gibraltar in den Hafen von La Linea ein. Nach Ankunftsbier, Klar-Schiffmachen und Kommunikation gehen wir noch kurz in die Stadt – es ist Halloween.