Las Palmas und La Gomera

Nach all den arbeitsreichen Tagen in Las Palmas sind dann endlich mit dem wichtigsten durch.

Im Baumarkt in Las Palmas haben wir ein Brett erstanden, das muss nun mit dem Velo transportiert werden...
Im Baumarkt in Las Palmas haben wir ein Brett erstanden, das muss nun mit dem Velo transportiert werden…
soweit hält es mal am Rucksack
soweit hält es mal am Rucksack
also geht es zurück auf Schiff mit dem Brett auf dem Rücken
also geht es zurück auf Schiff mit dem Brett auf dem Rücken
Die Rückseite der Kathedrale von Santa Ana in der Altstadt La Vegueta von Las Palmas
Die Rückseite der Kathedrale von Santa Ana in der Altstadt La Vegueta von Las Palmas
man fühlt sich wie zu Kolumbus' Zeiten
man fühlt sich wie zu Kolumbus‘ Zeiten
Fisch und gerunzelte Karoffeln und ein leckeres Cruzcampo dazu, was will man mehr?
Fisch und gerunzelte Karoffeln und ein leckeres Cruzcampo dazu, was will man mehr?
Las Palmas von noch weiter oben
Las Palmas von noch weiter oben
Markt in Vega de San Mateo
Markt in Vega de San Mateo
ein Tal nach dem anderen
ein Tal nach dem anderen
Teror, wir geniessen ein Bier auf dem Platz vor der Kirche
Teror, wir geniessen ein Bier auf dem Platz vor der Kirche
und sind begeistert von der Hauptstrasse in Teror
und sind begeistert von der Hauptstrasse in Teror
die rechte Seite der Häuserreihe hat die schönsten Holzbalkone
die rechte Seite der Häuserreihe hat die schönsten Holzbalkone

So gönnen wir uns noch einen abendlichen Ausflug in den Stadtteil La Vejeda, mit seinen vielen schönen Kneipen und alten, gut restaurierten Gebäuden

und einen Tag Fahrradausflug auf Gran Canaria mit all seinen Schluchten (Barrancos) und den dazugehörigen kurvenreichen Strassen.

Dann geht es einen kurzen Nachtschlag nach La Gomera, denn da wollten wir sowieso auch gerne hin. Am Anfang pfeift es noch ganz hübsch, aber als wir dann im Windschatten von Gran Canaria sind, stellt der Wind ab.

erfolgreiche Inbetriebnahme des Wassermachers
erfolgreiche Inbetriebnahme des Wassermachers
zum Sundowner...
zum Sundowner…
geniessen wir heute unser selbst entsalzenes Trinkwasser, hmm auch fein ;-)
geniessen wir heute unser selbst entsalzenes Trinkwasser, hmm auch fein 😉
und der kleine Bonito wird zum Znacht parat gemacht
und der kleine Bonito wird zum Znacht parat gemacht

Prima, denn wir möchten sowieso erst Mal den Wassermacher in Betrieb nehmen und dazu müssen wir sowieso die Motoren anwerfen und ausserdem ist es ganz gut wenn es dabei beim ersten Mal nicht ganz so schüttelt… Wie immer bei Inbetriebnahmen geht natürlich nicht alles von Anfang an so wie man es sich vorstellt, aber nach knapp 2 Stunden üben und schrauben ist es endlich soweit: wir verkosten das erste selbst gemachte Trinkwasser 😉
Das macht besonders viel Freude, da wir das Ding ja von Grund auf selbst geplant und jedes Einzelteil zusammen gesucht haben, und nun funktioniert es tatsächlich, sehr schön.

Gerade als der Wassermacher am rödeln ist, kommt noch ein kleiner Bonito an Bord, prima, fürs Znacht ist somit auch gesorgt. In der Nacht ist Motoren angesagt und wir geniessen wieder mal die unendlich vielen Sterne und einige Sternschnuppen und das Funkeln von dem phosphoriszierenden Plankton. Denn jedes Mal wenn eine Welle am Schiffsrumpf bricht, kommen ganz viele Teilchen im Meer zum Leuchten.

Anfahrt auf San Sebastian de la Gomera
Anfahrt auf San Sebastian de la Gomera
nachdem der kleine schon halb verspeist ist, muss jetzt noch der grosse geputz und filetiert werden
nachdem der kleine schon halb verspeist ist, muss jetzt noch der grosse geputz und filetiert werden
unser Liegeplatz im Hafen von San Sebastian
unser Liegeplatz im Hafen von San Sebastian
Hafen von San Sebastian, unsere She San ganz hinten links neben dem orangen Salvamar - Rettungsboot
Hafen von San Sebastian, unsere She San ganz hinten links neben dem orangen Salvamar – Rettungsboot

Kurz vor La Gomera meint Reto gerade “soll ich die Angelruten reinnehmen?”, als im gleichen Moment die Angelrolle knattert. Vor lauter Angst, dass wir in den Hafen donnern hab ich dann erst Mal das Segel reingenommen und den Motor gestartet, allerdings so langsam, dass uns der Fisch erst mal unters Schiff abgehauen ist, gefährliche Sache, da sich dann die Angelleine um die Propeller oder Ruder wickeln könnte. Wir haben ihn aber dann doch ohne Schaden an Bord gebracht, unser bisher zweitgrösster (essbarer) Fisch, ein Bonito mit 55 cm Länge ;-).
Kurz darauf quartieren wir unsere She San im Hafen von La Gomera neben dem knall orangen Salvamar – Rettungsschiff geniessen erst mal die Ruhe nach 2 Wochen Grossstadt.

auf Gomera gehts entweder rauf oder runter
auf Gomera gehts entweder rauf oder runter
Blick hinuter auf Vallehermoso
Blick hinuter auf Vallehermoso
Los Roques, die Felsnasen bestehen aus erstarrter Lava
Los Roques, die Felsnasen bestehen aus erstarrter Lava
Palmen in den Bergen, das haben wir nicht in der Schweiz ;-)
Palmen in den Bergen, das haben wir nicht in der Schweiz 😉
und hinter jeder Kurve geht es interessant weiter
und hinter jeder Kurve geht es interessant weiter
San Sebastian de la Gomera mit Teneriffa im Hintergrund
San Sebastian de la Gomera mit Teneriffa im Hintergrund
Gomera's Gipfel mit Teneriffa und Teide
Gomera’s Gipfel mit Teneriffa und Teide
und nochmal die Los Roques ...
und nochmal die Los Roques …

Und dann zieht es uns natürlich erst Mal in die Berge, also erste Priorität Fahrradtour: wir helfen ein wenig mit dem Bus nach, der erspart uns mal die ersten 500 Höhenmeter, dann gehts aber bergauf und rundherum durch den Nationalpark Garajonay durch dichten Lorbeerwald.
Die Nordseite der Insel gefällt uns schon sehr, vor allem das Vallehermoso (das schöne Tal). Nach weiterem Anstieg bis zum (fast) höchsten Punkt der Insel kommen wir aus dem Staunen fast nicht mehr hinaus, so beeindruckend sind die Schluchten und Fels/Lavastein Formationen.

Also beschliessen wir 2 Tage später nochmal mit den Wanderschuhen den höchsten Punkt der Insel zu besuchen und geniessen die super angelegten und gepflegten Wanderrouten.

Dann werden noch alle Polster gewaschen und ein paar Wartungspunkte erledigt, unter anderem das Wechseln der Dieselfilter. Reto meinte noch “ich hab noch 15 min” und war ganz glücklich, wie problemlos das diesmal mit der richtigen Technik und etwas mehr Geduld funktioniert hat. Dann höre ich auf einmal “ich brauch Papier” und ein riesen Geschimpfe, leider hat er das Hähnchen am Diesel-Wasserabscheider vergessen zu schliessen, bevor er den Haupthahn geöffnet hat. Wäre ja nicht so schlimm, wenn da nicht direkt darunter die Vorfilter vom Wassermacher installiert wären. Wir hatten uns bei der Auswahl dieses Ortes auch überlegt, ob das nicht ein Problem werden könnte, aber dann entschieden, kein Problem, wir halten halt immer etwas unter, wenn wir dort mit dem Dieselfilter hantieren. Nun ja, Murpehy’s Law sagt, das was passieren kann, dann auch passiert, also putzen wir die Filter in allen Details, aber sie stinken immer noch nach Diesel. Also alles demontieren, mit Seife waschen, neue Filterkerzen rein…. Ein paar Stunden später ist dann wieder alles i.O.

Dann treffen wir noch Petra und Ben, die von hier aus über den Atlantik segeln und uns den wertvollen Tip geben, noch einen Tag mehr abzuwarten, so dass nicht nur der Wind aus der richtigen Richtung kommt, sondern auch die Wellen sich etwas beruhigen. Durch die deftigenTiefdruckgebiete im Norden entsteht wohl am Sonntag noch eine 5 Meter hohe Dünung aus Nordwest, die trifft dann auf den Wind aus Nordost, am Montag soll es besser sein, wir lassen uns schnell überzeugen, dass man nicht freiwillig in die Waschmaschine gehen sollte.

cooler Sound, vor allem "kanarischer" Merengue, Salsa und Cumbia, alles tanzt und keiner hört mehr auf
cooler Sound, vor allem „kanarischer“ Merengue, Salsa und Cumbia, alles tanzt und keiner hört mehr auf
mit diesen kleinen Bötchen gehen die Ruderer über den Altlantik!
mit diesen kleinen Bötchen gehen die Ruderer über den Altlantik!
eines der beiden Mädchenteams am Start der Antlantic Challenge
eines der beiden Mädchenteams am Start der Antlantic Challenge
und hier das Boot ROW2RECOVERY, die 4 Jungs haben alle 1 oder 2 Beinprothesen, Respekt!!!
und hier das Boot ROW2RECOVERY, die 4 Jungs haben alle 1 oder 2 Beinprothesen, Respekt!!!

Also nützen wir die Zeit und gehen wir erst nochmal Merengue und Cumbia tanzen.

Und heute morgen beobachten wir die Abfahrt der Ruderer. Unglaublich, die gehen in Teams von 4, 2 oder auch 1 Mann hier los, und brauchen im Schnitt 60 Tage für die 3000 Meilen nach Antigua. Wir schauen uns die Grösse der Ruderbötchen an und stellen uns vor, wie oft die durch eine Welle abgeduscht werden. Und dann natürlich noch den ganzen Tag und Nacht Rudern… Wow, was für eine Leistung.

Mehr Info findet ihr unter www.taliskerwhiskeyatlanticchallenge.com

Der Plan ist also morgen Montag, 21. Dezember los, Distanz direkter Weg bis nach Sal sind 760 Meilen, wir rechnen ca. 6 bis 7 Tage, wenn alles gut geht.
Das heisst, dass wir unser Weihnachten dieses Jahr auf dem grossen Meer verbringen werden, also wünschen wir allen Blog Lesern schon mal ein ganz fröhliches und gemütliches Weihnachten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.