und weiter geht es in Griechenland

In Kithnos angekommen, stellten wir fest, dass wir eigentlich zu müde waren um im gleichen Rhytmus weiterzustressen. Also haben wir uns einen Ruhetag verordnet. So bin ich dann gemütlich am Morgen zum Einkaufen in dem überschaubaren Mericha unterwegs und möchte gerne Briefmarken und Postkarten kaufen. Diese gibt es nur in der Chora von Kithnos, 7 km entfernt, heisst es.

die Chora in Kithnos, nach einem netten Marsch über die Teerstrasse nach knapp 2 Stunden erreicht
die Chora in Kithnos, nach einem netten Marsch über die Teerstrasse nach knapp 2 Stunden erreicht

Sodann ist der Entschluss gefasst, wir machen eine Wanderung den Berg hinauf in die Chora von Kithnos. Kurzes Maulen von Reto, aber da wir uns ja schon so lange nicht mehr bewegt haben, ist auch er schnell zu überzeugen.

Als wir dann meist auf der Teerstrasse bei

ein super Bier und ein super Frappé ;-)
ein super Bier und ein super Frappé 😉

Mittagshitze das Tal hinter und den Hügel hinauf laufen, wird der Entscheid kurz hinterfragt, aber schlussendlich freuen wir uns in dem kleinem Dörfchen rumzulaufen und die verdiente Stärkung zu geniessen. So

schöne farbige Häuser in Kithnos Chora
schöne farbige Häuser in Kithnos Chora

macht der Rückweg dann auch wieder Spass. Ach ja, Postkarten und Briefmarken waren auch hier nicht zu finden 😉

Am nächsten Tag dann der etwas längere Schlag von Kithnos nach Aigina, am Vormittag noch motoren,dann schönes Segeln mit Wind von Süd.

Und ich sage noch “dieser Wetterbericht ist wirklich sensationell gut, es stimmt immer innerhalb von ein paar wenigen Stunden. Dann in der Bucht auf Aigina angekommen habe ich den üblichen Schnorchelcheck vom Anker gemacht, alles gut und mich gedanklich auf einen gemütlichen Abend in der Bucht gefreut.

Als ich mich gerade abdusche sagt Reto “schau mal, ich glaub wir müssen hier weg, hier kommt was auf uns zu”. Kurz danach hatten wir schon kräftigen Wellengang und 20 Knoten Wind und sind also schleunigst Richtung nächsten Hafen geflüchtet.

Dort natürlich keine Chance, alle Segler wurden von diesem Sturm überrascht und so trieben 5 Yachten gleichzeitig in dem Stadthafen von Aigina umher und fanden keinen Platz zum festmachen.

Und die Einfahrt zur vielversprechenden “Marina” direkt nebenan war bei diesem Wetter absolut unbrauchbar, da wären wir direkt auf den Steinen der Mole aufgeschlagen. Also wieder raus, und da ich zum Glück die Segelführer von dem Gebiet schon dreimal gelesen hatte, viel mir auch direkt der nächste Ausweichhafen ein, der war halt wieder 8 Meilen weiter südlich. In der Zwischenzeit war auch das Tageslicht weg und wir sind halt wieder durch dieses komische Flachwassergebiet im Westen von Aigina zurück nach Süden motort, als dann der rechte Motor laut Temperaturalarm schreit. Mist, was ist denn dass nun. Wir schalten ihn ab und segeln erst mal eine Stunde bevor wir es nochmal probieren, nach ein paar Minuten aber kommt der gleiche Alarm. Also weiter bis kurz vor den Fährhafen von Methana und dort wohl vorbereitet mit einem Motor längs angelegt, in einem Versuch sind wird fest und sicher am Pier.

Also erst mal durchgeschnauft und 2 Bier getrunken. Dass uns dann die ganze Nacht der Wind an den Pier gedrückt hat und dementsprechendes “Gegiere” zu ertragen war, war uns dort noch nicht bewusst.

She San im Fährhafen, Geruch neutral dafür Geschaukel vor allem mitten in der Nacht...
She San im Fährhafen, Geruch neutral dafür Geschaukel vor allem mitten in der Nacht…

Am nächsten Tag doch ein wenig erholt ging es also an die Ursachensuche für die Überhitzung des Motors, und schnell war eine komische Schmutzspur rund um den Kühlwasserbehälter gefunden, der Deckel hatte sich wohl irgendwie gelöst und somit Kühlmittel in den ganzen Motorenraum verspritzt.

Methana Yacht Hafen - etwas ruhiger, dafür leichter Schwefelwassergeruch vom Heilbad dahinter
Methana Yacht Hafen – etwas ruhiger, dafür leichter Schwefelwassergeruch vom Heilbad dahinter

Na denn, wir haben leider nur einen Liter Original Yanmar Kühlmittel aus Marmaris mitgenommen, ab in das Städchen Methana und Schiffsausrüster suchen. Nach 15 min waren wir etwas desilusioniert und landeten zumindest bei der Tankstelle, die uns destilliertes Wasser verkaufen konnte. Gemäss Peter hat es “20 Jahre lang mit Wasser funktioniert” also haben wir die fehlende Restmenge mit Wasser ersetzt. Uff, gut dass das so einfach zu lösen war.

DIe nächste Nacht am Pier von Methana war dann leider auch nicht gemütlicher, die Wellen von Nord-Nordost haben gerade so unter dem Pier durchgeschlagen, erst als Reto ein Fläschchen Spülmittel über die Fender geleert hat, hat das Gequietsche abegenommen und uns schlafen lassen.

Perika auf Aigina - schäne Bucht mit vielen Fischern und auch vielen Yachten
Perika auf Aigina – schäne Bucht mit vielen Fischern und auch vielen Yachten

Dafür dann das Segeln und die Ankunft in Perdika auf Aigina wunderschön, ich bin ganz hin und weg von dem Büchtli und den Fischerbooten. Leider reisst unser Anker in einer grösseren Böe aus, beim 2. Versuch angeln wir ein paar alte Mooringleinen und eine Riesekette aus dem Hafenbecken, erst nach dem 3. Versuch liegen wir so sicher, dass wir beruhigt mit Volker und Elke Mittag essen gehen können. Ich kenne Volker aus meiner Nestle Zeit, er arbeitet nun in Athen und hat ein Ferienhaus auf Aigina. Es war ein schönes und gemütliches Treffen.

Und die Nachtruhe an diesem Abend war der Hit, nur gemütliches sanftes Geschaukel, kein Gezerre und Gequietsche mehr. Ach ja, Perdika ist auch etwas überschaubar, und Briefmarken haben wir immer noch nicht gefunden (in Methana hatten wir die Post zwar gefunden, aber diese war am Samstag natürlich geschlossen ;-))

Fahrradtour auf Aigina ermöglicht den Blick über die ganze Bucht
Fahrradtour auf Aigina ermöglicht den Blick über die ganze Bucht

Also am nächsten Tag noch eine Fahrradtour nach Aigina Stadt und auf den südlichsten Hügel, damit wir endlich mal wieder ein paar Höhenmeter machen können.

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2 Gedanken zu „und weiter geht es in Griechenland“

  1. Meine Lieben,
    das ist ja schon eine rechte Herausforderung die ihr da erlebt habt. Ihr macht das super.
    Ich begleite euch in Gedanken und wünsche weiterhin viel Energie Spass und alles Gute
    Mama

  2. Hallo Angi und Reto,
    wow! da geht was,unglaublich spannend!Und dia schöna Fötali,herrlich; schmückt grad das graua
    Wetter doh in dr Schwiz..:-)passen guat uf euch uf :-)Grüsse 🙂

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