Guadeloupe – „Gwada“ zusammen mit Felicitas und Fionn

Und endlich ist es soweit, nach langer Reise mit 3 Stunden Verspätung kommen Felicitas (Reto’s Mama) und Fionn (Reto’s jüngerer Sohn) mit der Air France aus Paris an. Es regnet wieder mal in Strömen, toller Empfang in der Karibik!!

und wieder mal biegt sich der Tisch vor lauter Mitbringseln, bestellte und überraschende ;-)
und wieder mal biegt sich der Tisch vor lauter Mitbringseln, bestellte und überraschende 😉

Sklavemuseum in Point-á-Pitre und Rundfahrt über Guadeloupe

Zwischen dem Regen besuchen wir als erstes das Memorial ACTe, das “Sklavenmuseum”, das erst Mitte 2015 eingeweiht wurde. Schon von aussen ist es ein sehr interessantes Bauwerk, aber als wir uns vor dem Regen schützen möchten, stellen wir fest, dass das Dach doch nur lauter “Metallstreifen” sind.

wir besuchen das "Sklavenmuseum", das Memorial ACTe
wir besuchen das „Sklavenmuseum“, das Memorial ACTe

In der Dauerausstellung gibt es viele interessante Fakten vor allem zu dem Handel mit Sklaven in der Zeit der Kolonialisierung der Amerikas. In dieser Zeit wurden fast 13 Millionen Menschen aus Afrika mit den Rahseglern in die “neue Welt” verfrachtet, unglaublich.

und gehen in die Piratenbeiz wo es Heineken gibt
und gehen in die Piratenbeiz wo es Heineken gibt
Blick auf die Bucht beim Plage de Grande Anse (wieder mal einer der so heisst ;-))
Blick auf die Bucht beim Plage de Grande Anse (wieder mal einer der so heisst ;-))
im Botanischen Garten lesen wir wie die schönen Pflanzen alle heissen und vergessen es prompt wieder ;-(
im Botanischen Garten lesen wir wie die schönen Pflanzen alle heissen und vergessen es prompt wieder ;-(
nur die Heliconia konnte ich mir noch merken
nur die Heliconia konnte ich mir noch merken
und wie hiess diese nun wieder? Egal, schön sind sie...
und wie hiess diese nun wieder? Egal, schön sind sie…
die kleinen bunten Vögel fressen einem schier aus der Hand, dem Reto hat einer direkt in den Finger gezwickt
die kleinen bunten Vögel fressen einem schier aus der Hand, dem Reto hat einer direkt in den Finger gezwickt
und nun weiss ich endlich wie meine Lieblingsfächerpalme heisst, nämlich Ravenala oder Streliziaceae oder auch "Baum der Reisenden" - Arbre du Voyageur
und nun weiss ich endlich wie meine Lieblingsfächerpalme heisst, nämlich Ravenala oder Streliziaceae oder auch „Baum der Reisenden“ – Arbre du Voyageur

Dann machen wir eine Rundfahrt um die Insel und freuen uns darüber, dass diesmal alle rechts fahren und die Strassen in französchischer Manier ordentlich gebaut und auch beschildert sind.

Nach kurzem Stop in Deshaies besuchen wir dort den Botanischen Garten und selbst die weniger Pflanzen- begeisteren der Gruppe – na wer wohl – finden den Besuch eigentlich ganz nett.

Maison de Chocolat

Den nächsten Stop machen wir im Maison de Chocolat, wo wir ausführlich die Zwischen- und Endprodukte der Kakaoherstellung erklärt und zum Kosten bekommen.

dann haben wir noch spontan am Schockihaus - Maison du Chocolat angehalten und eine nette Präsentation über die Bestandteile und Entstehungssufen der Schoki bekommen, natürlich mit ordentlicher Degustation ;-)
Spontan halten wir am Schockihaus – Maison du Chocolat angehalten und eine nette Präsentation über die Bestandteile und Entstehungssufen der Schoki bekommen, natürlich mit ordentlicher Degustation 😉

Dann haben wir wirklich genug von der Stadt und verlegen uns 3 Meilen weiter hinter die Ilet de Gosier und freuen uns endlich wieder “draussen im Meer” zu sein. Das Inseli selbst ist in 30 Minuten erkundet, danach geniessen wir den Sundowner zur Abwechslung mal vom Baumstamm aus mit den Füssen im Sand, anstatt vom Boot aus mit dem Blick auf die Insel ;-).

Saint Anne und Saint Louis auf Marie Galante

und endlich geht es los hinaus ins Meer, erstes Ziel das 3 Meilen entfernte Ilet du Gosier
und endlich geht es los hinaus ins Meer, erstes Ziel das 3 Meilen entfernte Ilet du Gosier

Und weiter geht es nach St. Anne, leider 7 Meilen unter Motor mit Wind und Welle direkt auf die Nase, kein so lustiges Erlebnis finden nicht nur unsere Gäste. Belohnt werden wir mit dem schönen Sandstrand von St. Anne und einem etwas rollenden Ankerplatz, daher verziehen wir uns am nächsten Morgen Richtung Süden nach Saint Louis auf der Insel Marie Galante. Hier ist es im Vergleich zu St. Anne etwas ruhiger vom Schwel sowie der Anzahl Touristen her, aber das Städtchen ist freundlich, der Ankerplatz geräumig und das Meer schön zum Schwimmen.

am nächsten Tag weiter nach St. Anne, gut besucht aufgrund seinem schönen Strand und den schönen Schwimmbecken
am nächsten Tag weiter nach St. Anne, gut besucht aufgrund seinem schönen Strand und den schönen Schwimmbecken
und weiter geht es nach Saint Louis auf der Insel Marie Galante, auch ein ganz netter Strand aber menschenleer im Vergleich mit St. Anne
und weiter geht es nach Saint Louis auf der Insel Marie Galante, auch ein ganz netter Strand aber menschenleer im Vergleich mit St. Anne
buntes Häuschen mit angemalten Lamie- Muscheln (hier scheinbar weniger geschützt als in Dominica und St. Lucia)
buntes Häuschen mit angemalten Lamie- Muscheln (hier scheinbar weniger geschützt als in Dominica und St. Lucia)

Iles des Saintes

Mit dem Wind im Rücken lassen wir uns am nächsten Tag dann gemütlich auf die Iles des Saintes blasen, wo wir in Bourg des Saintes an einer Mooringboje festmachen.

Iles des Saintes, wir machen in Bourg des Saintes auf Terre d'en Haut an einer Mooring fest und geniessen den AUsblick
Iles des Saintes, wir machen in Bourg des Saintes auf Terre d’en Haut an einer Mooring fest und geniessen den Ausblick
am nächsten Tag geht aus rauf zum höchsten Punkt, den Chameau, und auf der Rückseite einen holprigen und vor allem rutschigen Trampelpfad wieder nach unten
am nächsten Tag geht aus rauf zum höchsten Punkt, den Chameau, und auf der Rückseite einen holprigen und vor allem rutschigen Trampelpfad wieder nach unten
der Krebs, nachdem Reto ihn in seiner Ruhe gestört hat...
der Krebs, nachdem Reto ihn in seiner Ruhe gestört hat…
die giftigen Bäume sind oft bemalt mit einem roten Ring, vor allem bei Regen sollte man da nicht drunter stehen
die giftigen Bäume sind oft bemalt mit einem roten Ring, vor allem bei Regen sollte man da nicht drunter stehen
eine für mich neue Art von Kaktusfrüchten/blüten, ganz klein und wunderbar vielfältig
eine für mich neue Art von Kaktusfrüchten/blüten, ganz klein und wunderbar vielfältig

Da das Wetter weder für nördlich noch für südlich von uns gutes meldet, entscheiden wir hier zu bleiben für die nächsten 5 Tage.

Wir erkunden demnach so ziemlich die ganze Insel zu Fuss: im Regen kämpfen wir uns auf den Chameau zu dem Napoleonturm und auf der anderen Seite auf einem steilen und rutschigen Waldweglein wieder nach unten.

“Das hatte uns die freundliche Dame im Tourist Office so nicht gesagt gehabt”, meckern wir während wir den Hügel runterrutschen und das ein oder andere Mal auf dem Hosenboden landen. Beim Abstieg kommt erschwerend hinzu, dass wir uns nicht recht getrauen, die Bäumchen zum Festhalten herzunehmen, haben wir doch gerade erst gelernt, dass hier eine Baumsorte gifitg ist und man den Baumstamm nicht berühren soll und im Regen nicht darunter stehen darf.

Bei dieser ersten Wanderung verabschiedet sich die Sohle von meinen Turnschuhen- wir hatten es ja schon gehört, dass das ein oder andere in den Tropen nicht lange überlebt.

der schöne Palmenstrand in der Baie de Pompiere
der schöne Palmenstrand in der Baie de Pompiere

Also muss ich am folgenden Tag mit den grossen Wanderschuhen wandern, ist auf den holprigen und teils steilen Wegen auch gar nicht so schlecht… Diese Runde zum Pointe Morel oberhalb der Baie du Marigot ist ebenfalls landschaftlich sehr schön und am Schluss haben wir einen wunderschönen Ausblick auf die Baie de Pompierre.

Bourg de Saintes von Norden her
Bourg de Saintes von Norden her
die Bucht Anse du Bourg von Norden aus
die Bucht Anse du Bourg von Norden aus

Dann besuchen wir natürlich auch (zusammen mit den Touristenmassen des Tages) das Fort Napoleon und geniessen den schönen Blick auf die Bucht von Norden aus. Leider sind die Informationen im Museum wieder mal alle nur auf Französisch, so ist der Rundgang wiedermal nicht so interessant für Reto und Fionn…

natürlich müssen wir auch das Fort Napoleon besuchen
natürlich müssen wir auch das Fort Napoleon besuchen
und nochmal der schöne Blick auf die Bucht mit dem Chameau im Hintergrund
und nochmal der schöne Blick auf die Bucht mit dem Chameau im Hintergrund
wir geniessen das Heineken frisch gezapft vom David Fass ;-)
wir geniessen das Heineken frisch gezapft vom David Fass 😉
Papaya Baum, meine Lieblingsfrucht hier in den Tropen
Papaya Baum, meine Lieblingsfrucht hier in den Tropen
das Meer ist so klar, dass man jedes Detail am Grund sieht
das Meer ist so klar, dass man jedes Detail am Grund sieht

Neben den Landausflügen entdecken wir ausserdem ein paar nette Schnorchelspots: so hat es in der Nähe unseres Mooringplatzes ein Wrack mit ein einigen Fischschwärmen und Fionn gibt spontan den gelb schwarz gestreiften den Namen “Clichéefisch”. Ein paar Tage später im Aquarium lernen wir dass dieser lustigerweise richtig “Sargent Major fish” auf Englisch heisst.

Auch gegenüber an der Ile du Cabrit geniessen wir den Strand und wunderschönes Schnorcheln, nur leider werden wir an diesem Tag viel von Quallen geplagt…

... und noch dazu wunderbare Picknickhäuschen und Unterhaltung durch ganze Hühnerfamilien
… und noch dazu wunderbare Picknickhäuschen und Unterhaltung durch ganze Hühnerfamilien
der absolute Klichée-Strand, mit hellem Sand, türkiesem Meer, hohen Palmen...
der absolute Klichée-Strand, mit hellem Sand, türkiesem Meer, hohen Palmen…

Und schliesslich besuchen wir noch den ein paar Tage vorher von oben bestaunten “Klisché- Traumstrand an der Baie de Pompierre und freuen uns riesig eines der Picknick-Hüttchen zu ergattern. Dort wird erstmal die Brotzeit ausgepackt und zusammen mit dem frischen Baguette fangen wir das Mampfen an. Das finden auch die Hühnerfamilien sehr spannend und wir haben beide Familien abwechselnd oder miteinander zu Besuch. Ich füttere bevorzugt ein ganz kleines zerzaustes Biberli (=Kücken), das im Laufe der Zeit aber auch schon ganz schön zutraulich und teils frech wird.

Auch in der Baie de Pompiere sehen wir beim Schnorcheln einige Fische, eine Flunder, eine Seeschlange und weiter draussen riesige runde Korallen, aber leider ist der Grossteil von dem Korallenriff abgestorben und sieht demnach etwas trist aus.

Zurück nach Point-à Pitre

Da der Wetterbericht für Sonntag Gewitter meldet, verziehen wir uns am Samstag zurück in die Marina Bas du Fort auf Guadeloupe und geniessen nochmal im Trockenen unseren Schiffsgrill. Als wir dann aus der Route de Rhum Bar gute Karibische Musik hören, sind wir alle 4 neugierig und promt, spielt dort eine supercoole Band Calypso und andere Rhytmen und wir geniessen es, endlich mal wieder ausgiebig zu tanzen.

zu Besuch im Aquarium von Pointe-ä-Pitre, hier ein besonders gfürchtiges Exemplar
zu Besuch im Aquarium von Pointe-ä-Pitre, hier ein besonders gfürchtiges Exemplar
und wieder einmal der Lionfisch, fein zu essen, nur ausser dem Menschen hat er in der Karibik keine natürlichen Feinde
und wieder einmal der Lionfisch, fein zu essen, nur ausser dem Menschen hat er in der Karibik keine natürlichen Feinde
der Markt in Point-à-Pitre fasziniert wie immer...
der Markt in Point-à-Pitre fasziniert wie immer…
und tapfer die Marktverkäuferinnen abwehrend kämpft sich Felicitas durch den Gewürzmarkt
und tapfer die Marktverkäuferinnen abwehrend kämpft sich Felicitas durch den Gewürzmarkt

Das Sonntagsprogramm bringt uns dann noch in das Aquarium, wo wir die Fische der letzten Schnorchelausflüge mit den dort beschriebenen vergleichen.

Am Montag morgen machen wir dann noch eine letzte Shoppingtour in Point-à-Pitre und schon müssen wir Felicitas und Fionn wieder Richtung Flughafen verabschieden, so schnell geht die Zeit,  ja, vor allem in den Ferien…

Reto und ich bleiben zurück, besuchen noch ein paar Schiffsausrüster und beschaffen die Materialen für unsere bevorstehende Arbeit am Unterwasserschiff. Da wir noch auf ein Ersatzteil für unseren kleinen Elektromotor warten, werden wir die nächsten Tage noch irgendwo in der Gegend bleiben und müssen dann nochmal hierher zurück auf Pointe-à-Pitre, bevor es dann wieder Richtung Süden geht.

Karibik Guadeloupe Point-a-Pitre, St Anne, Marie Galante, Iles des Saintes

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